„Nee, es ist nichts.

Es ist gerade

einfach viel

los.“

Dipl.-Psych. Valentin Haas

Wirtschaftspsychologe und Approbierter
Psychoplogischer Psychotherapeut
Wie lange sagst du
das schon?
Schatten
PSYCHOTHERAPIE IN DER PRIVATPRAXIS HANNOVER UND ONLINE DEUTSCHLANDWEIT FÜR UNTERNEHMER UND FAMILIENUNTERNEHMER

„Nee, es ist nichts. Es ist gerade einfach viel los.“

Wie lange sagst du das schon?
Ich will wissen, was wirklich dahintersteckt →
Text in German stating: Dipl.-Psych. Valentin Haas, Wirtschaftspsychologe und Approbierter Psychologischer Psychotherapeut.

Der eine Ort, an dem du nicht funktionieren musst.

Hier geht es um Behandlung. Zuerst klären wir, ob aus der Belastung eine Erkrankung geworden ist. Ist. 
KONTROLLE UND GRÜBELN
Du steuerst ein Unternehmen. Dich selbst nicht mehr.
Dein Kopf kennt keinen Feierabend mehr. Du prüfst Zahlen nachts, obwohl sie stimmen.
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HERZRASEN UND ANGST
Inzwischen verhandelt dein Körper mit.
Herzrasen und Enge in der Brust aus dem Nichts, auf der Autobahn, nachts um zwei.
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ERSCHÖPFUNG UND LEERE
Du erkennst dich immer weniger wieder.
Der Abschluss ist da, das Team feiert. Du wartest darauf, dass du dich auch freust.
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Du steuerst ein Unternehmen. Dich selbst nicht mehr.

„Seit einer Weile merke ich es: erschöpft, phasenweise müde, unkonzentriert, schlechter Schlaf. Und ich halte weniger aus als früher.“

Dein Kopf kennt keinen Feierabend mehr: 5:40, zwanzig Minuten vor dem Wecker, ist er in Betrieb. Er rechnet beim Abendessen und bereitet am dritten Urlaubstag das nächste Gespräch vor. Abschalten kann er nicht mehr.

Abends bleibst du drei Minuten im Auto in der Einfahrt sitzen. Es sind die einzigen drei Minuten des Tages, in denen niemand etwas von dir will.
“
Ungewissheit ist wie eine App, die im Hintergrund weiterläuft und ständig Akku zieht.
VALENTIN HAAS IN DER HANNOVERSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG · JULI 2026

Von außen heißt das Gründlichkeit. Von innen ist es ein Alarm, der nicht mehr ausgeht.

Dazu kommt, was keiner sieht: Mails dreimal lesen, Zahlen nachts prüfen, obwohl sie stimmen, ein Gespräch Wort für Wort durchgehen, obwohl es gut lief. Jede Prüfung beruhigt, nur jedes Mal kürzer. Also prüfst du öfter.

Du prüfst, um die Unruhe unter Kontrolle zu bekommen. Dabei bestimmt die Unruhe längst, wann du wieder prüfst.

Ein Gespräch, das du nachts zum zwanzigsten Mal durchgehst, fährt deinen Körper zum zwanzigsten Mal hoch: Dein Puls steigt, dein Atem wird schneller und deine Muskeln spannen an. Und am nächsten Morgen stehst du so auf, als hättest du die Nacht durchgearbeitet. Hast du auch. Der Kopf lässt einen offenen Posten nicht los, bis er weiß, wann er dran ist. Ein Termin dafür, aufgeschrieben, macht den Kopf zwar kurz leiser, nur nicht still.

Was bleibt, ist ein Gefühl, das kaum jemand ausspricht: ferngesteuert. Die gereizte Antwort, die Mail um 23:40, das Ja zu einem Termin, den du nicht willst: Du tust es und siehst dir dabei zu.

Und langsam wächst die Angst, dass der Körper irgendwann entscheidet, wann Schluss ist. Nicht du.

Valentin Haas
“
Wenn der innere Alarm anspringt, hilft kein Trick.
VALENTIN HAAS IM HANDELSBLATT · APRIL 2025

Von außen heißt das Gründlichkeit. Von innen ist es ein Alarm, der nicht mehr ausgeht.

Valentin Haas

Dazu kommt, was keiner sieht: Mails dreimal lesen, Zahlen nachts prüfen, obwohl sie stimmen, ein Gespräch Wort für Wort durchgehen, obwohl es gut lief. Jede Prüfung beruhigt, nur jedes Mal kürzer. Also prüfst du öfter.

Du prüfst, um die Unruhe unter Kontrolle zu bekommen. Dabei bestimmt die Unruhe längst, wann du wieder prüfst.

Ein Gespräch, das du nachts zum zwanzigsten Mal durchgehst, fährt deinen Körper zum zwanzigsten Mal hoch: Dein Puls steigt, dein Atem wird schneller und deine Muskeln spannen an. Und am nächsten Morgen stehst du so auf, als hättest du die Nacht durchgearbeitet. Hast du auch. Der Kopf lässt einen offenen Posten nicht los, bis er weiß, wann er dran ist. Ein Termin dafür, aufgeschrieben, macht den Kopf zwar kurz leiser, nur nicht still.

Was bleibt, ist ein Gefühl, das kaum jemand ausspricht: ferngesteuert. Die gereizte Antwort, die Mail um 23:40, das Ja zu einem Termin, den du nicht willst: Du tust es und siehst dir dabei zu.

Und langsam wächst die Angst, dass der Körper irgendwann entscheidet, wann Schluss ist. Nicht du.

“
Wenn der innere Alarm anspringt, hilft kein Trick.
VALENTIN HAAS IM HANDELSBLATT · APRIL 2025

Inzwischen verhandelt dein Körper mit.

Irgendwann wird dein Körper deutlicher: Herzrasen und Enge in der Brust aus dem Nichts, auf der Autobahn, nachts um zwei. Vielleicht warst du damit schon in der Notaufnahme. Der Befund lautete „EKG unauffällig, vegetativ“. Beruhigt hat dich das trotzdem nicht.

Neue oder veränderte Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt, bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gilt die 112.

Ab da läuft es immer gleich: ein Ziehen in der Brust, und dein Kopf ist sofort am Auswerten.

„Gefahr.“ „Was, wenn?“ Dein Puls geht hoch, dein Blutdruck auch, und jetzt kommt die Angst. Deine ganze Aufmerksamkeit geht nach innen: „Wie fühle ich mich, kommt noch etwas?“ Von da an nimmst du, egal wo du gerade bist, nur noch teil, du bist nicht mehr dabei, und dein Kopf fragt nur noch: „Wann hört der ganze Stress endlich auf?“

Lange hat dein Hausarzt nichts gefunden. Inzwischen machen der Blutdruck, der Rücken oder der Magen Probleme.

„Und langsam wächst die Angst, dass der Körper irgendwann entscheidet, wann Schluss ist. Nicht du.“
Ich will wissen, was dahintersteckt →
Du erkennst dich immer
weniger wieder.
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Beim Zähneputzen läuft ein Podcast, im Auto der nächste Call. Stille hältst du kaum noch aus.
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Im Jour fixe reicht eine Rückfrage, und du wirst schroff. Hinterher schämst du dich.
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Der Abschluss ist da, das Team feiert. Du wartest darauf, dass du dich auch freust. Es kommt nichts.
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Dinge, die dir einmal wichtig waren, sind dir inzwischen gleichgültig. Das erschreckt dich mehr als der Stress.
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Am Sonntagnachmittag beginnt schon die Anspannung für Montag.
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Volle Räume, laute Abende, Essen gehen: Du überlegst schon vorher, wie du wieder herauskommst. Also gehst du gar nicht erst hin.
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Du ziehst dich zurück, auch von Menschen, die dir wichtig sind.
Du funktionierst noch. Das ist kein Gegenbeweis.
Modern white office building with large glass windows reflecting blue sky and surrounding greenery, viewed through a glass pane and metal railing.

Ausgebrannt bist du nicht erst, wenn du nicht mehr kannst. Es fängt an, wenn du nicht mehr aufhören kannst.

Disziplin hat dich weit gebracht. Die Frage ist nicht, ob du noch mehr aushalten kannst, sondern was es dich inzwischen gesundheitlich kostet.

Das Tückische: Diese Erschöpfung ist hochfunktional. Du kannst liefern und trotzdem krank sein. Das macht es unsichtbar, auch für dich.

„So schlimm kann es nicht sein, ich funktioniere ja.“

Der andere Grund, warum Menschen so lange warten. Die Gleichung klingt sauber: Wer krank ist, fällt aus. Ich falle nicht aus, also ist es nichts. Nur ist die Leistung kein Gegenbeweis. Sie ist bei dir das Letzte, was fällt.

Je später die Leistung fällt, desto teurer wird es.

Ob aus der Belastung eine Erkrankung geworden ist, prüfe ich. Was dran ist, entscheidet der Befund, nicht die Bestellung. Früh ist nur der Spielraum größer.

Dahinter kann mehr stehen als „Stress“: eine Depression hinter intakter Fassade, eine Panikstörung, ein Zwang, der sich als Gründlichkeit tarnt, eine soziale Angst, die niemand dem zutraut, der Säle füllt, oder ein Burnout, den alle erst sehen, wenn es zu spät ist.

Ein einzelnes Zeichen sagt nichts. Die Frage ist, wie lange es schon geht, wie stark es ist und was es dich inzwischen kostet: Schlaf, Nähe, Urteilskraft. Das klären wir zuerst.

Valentin Haas
“
In Stresssituationen brauchen wir Menschen, die uns zuhören, deren Rat wir vertrauen.
VALENTIN HAAS IM HANDELSBLATT · APRIL 2026

Ausgebrannt bist du nicht erst, wenn du nicht mehr kannst. Es fängt an, wenn du nicht mehr aufhören kannst.

Valentin Haas

Disziplin hat dich weit gebracht. Die Frage ist nicht, ob du noch mehr aushalten kannst, sondern was es dich inzwischen gesundheitlich kostet.

Das Tückische: Diese Erschöpfung ist hochfunktional. Du kannst liefern und trotzdem krank sein. Das macht es unsichtbar, auch für dich.

„So schlimm kann es nicht sein, ich funktioniere ja.“

Der andere Grund, warum Menschen so lange warten. Die Gleichung klingt sauber: Wer krank ist, fällt aus. Ich falle nicht aus, also ist es nichts. Nur ist die Leistung kein Gegenbeweis. Sie ist bei dir das Letzte, was fällt.

Je später die Leistung fällt, desto teurer wird es.

Ob aus der Belastung eine Erkrankung geworden ist, prüfe ich. Was dran ist, entscheidet der Befund, nicht die Bestellung. Früh ist nur der Spielraum größer.

Dahinter kann mehr stehen als „Stress“: eine Depression hinter intakter Fassade, eine Panikstörung, ein Zwang, der sich als Gründlichkeit tarnt, eine soziale Angst, die niemand dem zutraut, der Säle füllt, oder ein Burnout, den alle erst sehen, wenn es zu spät ist.

Ein einzelnes Zeichen sagt nichts. Die Frage ist, wie lange es schon geht, wie stark es ist und was es dich inzwischen kostet: Schlaf, Nähe, Urteilskraft. Das klären wir zuerst.

„Ich habe dafür längst einen Prompt.“

Manche kommen mit einer Diagnose aus dem Netz: Angststörung, depressive Verstimmung, übersteuertes Nervensystem. Das ist ein Anfang, kein Befund. In Google steht es einfacher: „warum fühle ich mich trotz erfolg so leer“. „warum ist mir plötzlich alles gleichgültig“. „ich funktioniere nur noch und lebe nicht mehr“. Und irgendwann: „ab wann ist man eigentlich depressiv“.

Neue oder veränderte Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt, bei Verdacht auf einen Herzinfarkt gilt die 112.

Irgendwann hast du eine KI gefragt. Erst „Ashwagandha Erfahrungen Dauerstress“. Dann, vorsichtiger: „Ein Kollege trinkt jeden Abend zwei Gläser Wein zum Einschlafen. Ab wann ist das ein Problem?“ Drei Fragen später, ob man ausgebrannt sein kann, obwohl man liefert.

Inzwischen ist daraus mehr geworden: ein eigener Prompt für deine Lage, gespeicherte Verläufe, ein Gesprächspartner, der nie müde wird und nichts weitersagt. Später wird es deutlicher: „Ich funktioniere im Meeting und breche zu Hause zusammen.“ Oder: „Ich schaffe alles, aber ich freue mich über nichts mehr.“ Du fragst eine Maschine, ob du wirklich erschöpft bist. Dein Körper hat die Frage längst beantwortet.

Deine Chats mit der KI kannst du mitbringen. Was du dort schon geordnet hast, ist ein Vorsprung, keine Behandlung.

Die KI kennt deinen Verlauf. Dich kennt sie nicht.

Die Antwort steht nicht in deinen Sätzen. Sie steht darin, ob dein Körper dasselbe sagt. Das sehe ich, wenn du vor mir sitzt.

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„In solchen Zeiten sucht das Gehirn Halt. Eine gute Story gibt genau diesen Halt.“
VALENTIN HAAS IN DER WIRTSCHAFTSWOCHE ·
JUNI 2026
Ich will wissen, was dahintersteckt →

Alles unauffällig, und du bist es nicht.

Vielleicht hast du längst gemessen: Kardiologe, großes Blutbild, der Schlaf-Tracker. Und wahrscheinlich hast du geübt: Atmen, vier Sekunden ein, sechs aus. Klopfen. Sätze, die beruhigen sollen. Grounding, fünf Dinge sehen, vier hören. Alles davon wirkt, und alles davon wirkt kurz.

Für genau diese Lücke gibt es ein eigenes Fach. Verhaltensmedizin arbeitet dort: Der ärztliche Befund ist unauffällig, die Beschwerden bleiben. Beides stimmt. Gelernt habe ich an der Medizinischen Hochschule Hannover Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin.

Seit über fünfzehn Jahren arbeite ich außerdem mit Unternehmern und Familienunternehmern. Der Banktermin, der Termin beim Notar, die Frage, wer einspringt, wenn du ausfällst.

Du sitzt nicht bei jemandem, dem du erst deine Welt beibringen musst, bevor ihr über dich sprechen könnt.

Messen ist erlaubt. Fühlen nicht.

Nach außen dringt davon nichts. Du behältst es für dich. Der Unternehmer, weil sein offenster Gesprächspartner ausgerechnet sein Banker ist. Der angestellte Geschäftsführer, weil „belastbar“ im Anforderungsprofil steht, und jede sichtbare Schwäche ein Argument bei der nächsten Verlängerung ist. Der Familienunternehmer, weil er immer der ist, der die Firma ist. Chefarzt, Kanzleipartner, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, weil sie selbst Geheimnisträger sind: Sie leben von Vertraulichkeit und erzählen niemandem etwas.

Nichts zu ändern ist die teuerste Entscheidung.

Untätigkeit wird dir niemand vorwerfen. Du tust ja ständig etwas: Sport, Schlaf-Tracking, ein Coach, das nächste Buch. Teuer ist, dass sich nichts ändert: dasselbe Jahr noch einmal, nur müder.

„Merkt mein Team, wie angespannt ich bin?“ Was bei dir ein knapper Satz ist, kommt im Team wie ein Anpfiff an, und die Guten gehen zuerst.

Und die Zeile, die in deinem Risikomanagement fehlt: was du an Substanz verbrauchst.

Dein Kopf nennt es Abwägen: Risiko gegen möglichen Gewinn. Tatsächlich vergleichst du ein Leben, das du kennst, mit einem, das du dir nur ausmalen kannst. Glücklich bist du dabei nicht. Aber jeder gute Abend gibt der Hoffnung noch einmal Aufschub.

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Wer schweigt, nimmt die Unsicherheit nicht weg. Er verlängert sie.
VALENTIN HAAS IN DER HAZ · JULI 2026

Wie ich arbeite:

Du weißt, was du tun solltest, und tust es trotzdem nicht. An der Einsicht liegt es nicht, die hast du längst. Ein großer Teil unseres Verhaltens läuft wie die Autobahnausfahrt, die du seit Jahren nimmst: Der Blinker geht, bevor du entschieden hast. Solche Muster reagieren auf den Auslöser, nicht auf den Vorsatz, deshalb hält „Dann mache ich es halt anders“ bis zur nächsten Ausfahrt.

Genau da setze ich an: Wir finden heraus, wie genau dein Muster anspringt und wie es sich unterbrechen lässt, und arbeiten an dieser Stelle.
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Veränderung gelingt, wenn Menschen nicht nur verstehen, sondern auch fühlen, warum
sie nötig ist.
VALENTIN HAAS IN DER BÖRSEN-ZEITUNG ·
MÄRZ 2025

Wie aus einer Nachricht eine Behandlung wird

Das Erstgespräch heißt bei mir Auftragsklärung.

1 · Erstkontakt. Schreib mir per WhatsApp oder Mail.

2 · Auftragsklärung. Wir klären, worum es geht, ob Psychotherapie das Richtige ist und wie die Kosten aussehen, vollständig, bevor irgendetwas beginnt. Am Ende entscheiden wir beide, ob wir arbeiten: du, ob du hier richtig bist, und ich, ob ich der Richtige dafür bin. Wenn nicht, sage ich es dir.

3 · Behandlung. Sobald ein Behandlungsplatz frei ist: regelmäßige 50-Minuten-Sitzungen, gemeinsam festgelegte Ziele, regelmäßige Zwischenbilanzen. Und ein klares Ende, wenn das Ziel erreicht ist, vereinbart, nicht aus Gewohnheit verlängert.

Ob es wirkt, siehst du an dem, was du tust: dass du das Gespräch führst, das du seit Monaten vor dir herschiebst. Dass eine Entscheidung morgens noch steht. Dass du am Sonntagabend entspannt bleibst.Am Ende wissen wir, woran wir arbeiten. Ob du verkaufst, entscheidest du.
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Ich will wissen, was dahintersteckt →
Deine Nachricht lese nur ich

Was mich Unternehmer
zuerst fragen

Was kostet Psychotherapie als Selbstzahler?

Eine Zahl, die vor dem ersten Termin schriftlich feststeht, auf den Euro genau und ohne Paketbindung, für die Auftragsklärung wie für jede Sitzung. Zur Einordnung: Die Gebührenordnung, nach der Psychotherapie privat abgerechnet wird, stammt von 1982, ihre Sätze wurden 1996 zuletzt angehoben, die Bundesärztekammer nennt sie „völlig veraltet". Deshalb rechne ich nach einer schriftlichen Honorarvereinbarung ab, wie die Gebührenordnung sie vorsieht, § 2 GOÄ. Die Kosten bewegen sich in dem Rahmen, den du von einem guten Steuerberater oder Anwalt kennst.

Übernimmt die private Krankenversicherung oder die Beihilfe die Kosten?

Das klärst du mit deiner Versicherung, nicht mit mir. Ich behandle und stelle die Rechnung, nach der schriftlichen Honorarvereinbarung, die du vor dem ersten Termin bekommst. Ob und wie viel dein Tarif oder die Beihilfe davon erstattet, steht in deinem Vertrag. Die Rechnung reichst du ein, alles Weitere läuft zwischen dir und deiner Versicherung. Über die gesetzliche Krankenkasse rechne ich nicht ab.

Muss ich eine Psychotherapie später angeben, etwa bei der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Verbeamtung?

Das ist eine Frage an deinen Versicherer oder deinen Berater, nicht an mich. Zwei Dinge stehen fest: Von mir erfährt niemand von der Behandlung, und eine Kasse ist nicht beteiligt, weil du selbst zahlst. Bei künftigen Anträgen mit Gesundheitsfragen gilt, was im Antrag steht, und die Antworten müssen wahr sein. Wenn dir das Thema wichtig ist, sprich es in der Auftragsklärung an, dann steht es vor deiner Entscheidung, nicht danach.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Die Auftragsklärung ist die kleinere Frage. Für die Behandlung selbst gilt die Arithmetik einer Einzelpraxis: wenige Behandlungen parallel. Ob ein Platz frei ist, sage ich dir in der Auftragsklärung, und wenn keiner frei ist, auch das, statt dich zu vertrösten.

Sind Termine Online möglich oder nur vor Ort in Hannover?

Beides. Online deutschlandweit per Video, vor Ort in der Praxis in Hannover. Viele kombinieren: die Auftragsklärung vor Ort, danach online, oder von Beginn an ausschließlich online. Was online nicht geht, sage ich dir vorher.

Brauche ich eine Überweisung oder eine Diagnose?

Nein. Du kannst dich direkt melden, ohne Überweisung und ohne Diagnose. Ob eine Behandlung passt und welche, klären wir in der Auftragsklärung. Braucht deine Versicherung für die Erstattung einen Befund oder einen Antrag, klärst du genau, was sie braucht.

Psychologe, Psychotherapeut oder Psychiater: Was ist der Unterschied?

Psychologe ist, wer Psychologie studiert hat, behandeln darf er damit noch nicht. Psychotherapeut ist, wer danach eine mehrjährige Ausbildung mit staatlicher Prüfung abgeschlossen hat, die Approbation. Erst sie erlaubt, seelische Erkrankungen zu behandeln. Psychiater sind Ärzte, bei ihnen liegt die Medikation. Ich bin Wirtschaftspsychologe und approbierter Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapie. Könnten Medikamente sinnvoll sein, sage ich das, die Entscheidung liegt bei einem Arzt und bei dir.

Coaching oder Psychotherapie: Was brauche ich?

Das musst du vorher nicht wissen. Beides gibt es hier, sauber getrennt: Psychotherapie behandelt eine Erkrankung, Coaching arbeitet an einer Rolle und ihren Entscheidungen. Was passt, klären wir in der Auftragsklärung. Zeigt sich hinter einem Coaching-Anliegen mehr, endet die Arbeit nicht an einer Zuständigkeitsgrenze. Ersetzen kann das eine das andere nicht.

Burnout oder Depression: Wie unterscheidet man das?

Erschöpfung verschwindet mit Erholung: zwei freie Wochen, und du bist wieder da. Beim Burnout greift genau das nicht mehr, der Urlaub ist vorbei, bevor er angefangen hat, und zur Müdigkeit kommt Distanz, zum Unternehmen, zu Menschen, zu dir. Eine Depression ist eine eigenständige Erkrankung, da geht die Freude auch dort verloren, wo nie Arbeit war. Alles, was Erholung übersteht, verdient einen genaueren diagnostischen Blick. 

Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist auf Wirkung angelegt, nicht auf Dauer, und geplant wird bei mir kurz: Der erste Rahmen ist eine Kurzzeittherapie. In der Psychotherapie-Richtlinie sind das 24 Sitzungen, mit Zielen, Zwischenbilanzen und einem vereinbarten Ende. Verlängert wird, wenn es einen Grund gibt, nicht aus Gewohnheit. Wie lange es bei dir braucht, hängt vom Thema ab, das sage ich dir nach den ersten Sitzungen, nicht vorher als Versprechen.

Ohne zwei Gläser Wein schlafe ich nicht mehr ein. Ist das schon ein Problem?

Es ist ein Werkzeug, das wirkt, und genau da liegt das Problem. Alkohol nimmt zuverlässig die Anspannung des Abends und verschlechtert genauso zuverlässig die Erholung der Nacht: schneller eingeschlafen, schlechter erholt. So steigt die Dosis aus Buchhaltung: Es fehlt jeden Morgen, was das Glas am Abend gekostet hat. Ob daraus eine körperliche Abhängigkeit geworden ist, gehört in ärztliche Hände. Das sage ich dir in der Auftragsklärung. Meine Arbeit setzt eine Stufe davor an: an der Anspannung, die das Glas jeden Abend wegräumen muss. Sonst wechselst du nur das Werkzeug.

Ohne die Tablette steige ich in kein Flugzeug mehr – ist das schon ein Problem?

Dieselbe Antwort wie beim Wein: Es ist ein Werkzeug, das wirkt, und genau dadurch wächst seine Rolle. Die Tablette nimmt zuverlässig die Angst vor dem Flug und bestätigt ihr zugleich jedes Mal, dass es ohne sie nicht gegangen wäre. So wird aus dem Notausgang eine Bedingung, und der Radius wird leise kleiner: erst die Langstrecke, dann jeder Flug, irgendwann jeder Termin ohne Ausweichplan. Woher das Rezept kommt und ob es ärztlich begleitet ist, sprechen wir an. Die Abhängigkeitsfrage selbst gehört in ärztliche Hände. Meine Arbeit setzt an der Angst an, die die Tablette stumm stellt, nicht an deinem Mut. Ziel ist nicht, dass du tapfer fliegst. Ziel ist, dass Fliegen wieder das wird, was es einmal war: langweilig.

Ich möchte auch eine ADHS-Thematik im Erwachsenenalter einmal professionell prüfen lassen. Geht das hier?

Ja, das prüfen wir. Konzentrationsprobleme, Aufschieben und innere Unruhe können zwei Ursachen haben, die von außen gleich aussehen: eine Aufmerksamkeitsstörung, die es seit der Schulzeit gibt, oder eine Dauerlast, die den Kopf seit ein paar Jahren nicht mehr abschalten lässt. Der Unterschied liegt in der Vorgeschichte, nicht im Gefühl von heute. Deshalb frage ich zuerst, seit wann, und messe dann mit Fragebögen, wo Messen mehr sagt als Reden. Kommt ADHS heraus, ist das behandelbar. Kommt Dauerlast heraus, auch.

Ich war noch nie bei einem Psychologen – wie läuft die Auftragsklärung ab?

Du kommst rein, wir setzen uns, du fängst an, wo du willst, in deinen Worten, ohne Vorbereitung, ohne Unterlagen. Wenn du nicht weißt, wie anfangen, frage ich. Manchmal stockt es, manchmal kippt die Stimme weg. Hier saßen schon manche, denen das niemand ansehen würde, und sind danach zurück in ihre Firmen gefahren. Am Ende der 50 Minuten weißt du, wie ich arbeite, was ich dir für dein Anliegen empfehle und was es kostet. 

„Und wenn er mir sagt, ich soll kürzertreten?
“
Sage ich nicht. Der Ehrgeiz bleibt; was gehen soll, ist der Preis, den du inzwischen dafür zahlst.

„Mit Therapeuten Sprache kann ich nichts anfangen.“
Musst du auch nicht. Der Unterschied liegt ohnehin woanders: Einen Coach hattest du vielleicht schon. Gute Gespräche, kluge Modelle, und der Zustand blieb. Das hier ist Behandlung. Sie verwaltet den Zustand nicht besser, sie zielt darauf, dass er aufhört: dass der Alarm ausgeht, der Schlaf zurückkommt, der Kopf wieder dir gehört. Verändert wird im Alltag, geprüft an der Wirkung, nicht am Gefühl danach. Welcher Schritt zuerst kommt, ist meine Aufgabe.Coaching arbeitet an Entscheidungen und Rollen. Psychotherapie behandelt eine Erkrankung. Was davon dran ist, entscheidet der Befund, nicht die Bestellung.

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Ich bin im Meeting laut geworden wie nie – und habe mich selbst nicht wiedererkannt. Was war das?

Ein Füllstand. Beherrschung funktioniert wie ein Puffer: Sie fängt jeden Tag ab, was nicht raus darf, bis er voll ist. Dann entlädt es sich, an einer Kleinigkeit, einem Mitarbeiter, zu Hause. Am Anlass nie. Hinterher kommt der Vorsatz, sich noch besser zu beherrschen. Das macht den Puffer nur schneller wieder voll. Gearbeitet wird deshalb nicht an deinem Ton. Gearbeitet wird an dem Pegel, auf dem du seit Monaten läufst.

Hannover ist klein. Was, wenn wir uns kennen oder begegnen?

Dafür gibt es Regeln, die hier zum Handwerk gehören: Termine liegen mit Abstand, es gibt kein Wartezimmer und keinen Empfang, und die Praxis liegt im Innenhof statt an der Straße. Ganz ausschließen lässt sich eine Begegnung nirgends. Wahrscheinlich ist sie hier nicht. Außerhalb der Praxis grüße ich nie zuerst. Ob wir uns kennen, entscheidest allein du. Gibt es berufliche Überschneidungen, gemeinsame Mandate, Gremien, enge Kreise, gehört das in die Auftragsklärung, und im Zweifel sage ich ab: Eine Behandlung braucht einen Raum, in dem uns sonst nichts verbindet. Und wem die eigene Stadt trotzdem zu nah ist: Manche arbeiten von Anfang an ausschließlich online.

Was, wenn Bank, Beirat oder Arbeitgeber davon erfahren?

Von mir erfährt es niemand. Die Schweigepflicht gilt gegenüber jedem: Bank, Beirat, Familie, Arbeitgeber. Ihre Grenzen sind die engen gesetzlichen Ausnahmen, im Kern der Schutz von Leib und Leben. Ich gebe keine Auskünfte, auch nicht darüber, ob jemand Klient ist. Und weil du selbst zahlst, läuft nichts über eine Abrechnung bei Dritten. Meine Dokumentation bleibt in der Praxis.

Ich will das strukturiert und lösungsorientiert angehen. Geht das bei dir?

Es passiert etwas, von der ersten Sitzung an. Verhaltenstherapie ist ein Arbeitsverfahren: Wir bilden Hypothesen, du testest sie in deiner Woche, wir werten aus und justieren nach, wie ein Change-Projekt, nur dass der Gegenstand dein eigener Kopf ist. Ich frage nach, ich widerspreche, wenn es nötig ist, und du bekommst Dinge mit nach Hause. Ich höre, was du sagst, und sehe, wie du es sagst.

‍„Anderen geht es schlechter.“

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Stimmt. Und es ist das schwächste Argument, das du hast. Schmerz wird nicht im Vergleich vergeben, aber Erfolg entzieht dir öffentlich das Recht, zu leiden: Du weißt genau, was du zu hören bekämst. Du hast doch alles. Genau deshalb kommen Menschen wie du Jahre zu spät. Damit bist du der Normalfall: Mehr als jeder vierte Erwachsene erfüllt binnen eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung, in Behandlung ist davon nur ein Bruchteil. Die meisten machen es wie du: weiterfunktionieren.